Handball

Beachhandball in Georgsmarienhütte oder was ist eigentlich Disco-Duschen?

24.06.2017 14:33 / Felix J.

Mit niedrigen Erwartungen ging es für uns als „TG 81 and friends“ zum Beachhandballturnier der TV Georgsmarienhütte nach Niedersachsen. Die Teams u.a. aus Hamburg, Essen, Uerdingen, Halle und aus der unmittelbaren Nachbarschaft hatten sicherlich schon mehr Sanderfahrung als wir. Mit 8 aktiven Spielern angereist sollte es aber zumindest ausreichen, um zwischendurch auch einmal Luft holen zu können.


Gespielt wurde nach den offiziellen DHB Beachhandballregeln, d.h. 3 gegen 3 + Torwart/Joker. 


Torwarttore, Kempa-Trick sowie 360° Drehung zählen 2 Tore, was insgesamt zu vielen spektakulären Toren führte.


Eine Halbzeit dauert 10 Minuten, wobei die Tore nicht durchgezählt werden, sondern man immer nur eine Halbzeit für sich entscheiden kann. Haben beide Mannschaften je eine Halbzeit gewonnen, kommt es zum „Shootout“ („Einer gegen den Torwart“).


Shootout


Beginnend von der linken Außenlinie passt der Spieler dem Torwart den Ball zu und läuft auf das gegnerische Tor zu. Jetzt bekommt entweder der Spieler den Ball zugespielt oder der Torwart wirft direkt auf das Tor. Auch hier gilt: Tor durch den Torwart aus seinem 6m Raum, Kempa-Trick oder 360° Drehung geben zwei Punkte. Nach 5 Werfern steht ein Sieger fest, ansonsten geht es immer mit Einzelwerfern weiter.

(Videos sind unten im Bereich Dokumente)


Nach insgesamt 5 Vorrundenspielen mit diversen Shootouts, ging es erstmal für uns in die Mittagspause. Flüssige und feste Nahrung sowie ein kleiner Mittagsschlaf waren dann wohl der Schlüssel des Erfolgs. Zusätzlich durch eine Taktikumstellung. Ursprünglich wollten wir Tempo spielen und haben zwei Abwehrspieler jeweils gegen zwei Angreifer gewechselt. Das haben wir in der K.O. – Phase geändert und auf einen Organisator in der Mitte sowie einen „Läufer“ gesetzt und lediglich noch einen Spieler Abwehr – Angriff getauscht.


Es folgten in den Entscheidungsspielen Siege im Shootout gegen den Gastgeber der TV Georgsmarienhütte (immerhin Sieger der anderen Gruppe) sowie die Maurermeister (ebenfalls Georgsmarienhütte). 


Was dann folgte, hatte auf der gesamten Anlage wohl  niemand erwartet. Nicht zuletzt nachdem ein gegnerischer Spieler unseren kleinen Mittagsschlaf gesehen hat, in unsere Gesichter geblickt hat und die Worte wieder gab: „Ihr seht ja durch die Bank fertig aus“. Die Sierra Sombreros aus Hamburg (angereist mit Ihrem Beachhandball-Nationalspieler) hatten uns bereits in der Vorrunde empfindlich auseinandergenommen und traten an, dies auch ein zweites Mal zu tun, jedoch bei kompletter Aufmerksamkeit aller Zuschauer.


Den Druck vor Augen und ein paar Astra im Kopf haben uns (und vor allem Tobi) dann wohl Flügel verliehen. Nach 8:0 Führung konnten wir tatsächlich die 1. Halbzeit für uns entscheiden, mussten uns dann aber gegen die technisch extrem guten Hamburger im Shootout geschlagen geben. Wobei wir auch lange in der zweiten Halbzeit bis zum Stande von 8:10 mithalten konnten, aber einen wichtigen Kempa nicht verwerten konnten.


Als Belohnung gab es dann nicht nur den Pokal sondern auch ein einmaliges Disco-Duschen. Boxen und Lichtanlage in der gemischten Dusche, sowie dichter Nebel, ließen uns die Schmerzen des Turniers kurzzeitig vergessen.


Insgesamt fühlte sich dieser 2. Platz aber wie ein Sieg an, sodass wir der TV Georgsmarienhütte für die geile Organisation danken (wer hat denn schließlich schon einmal Disco-Duschen zuvor gehört) und den Sierra Sombreros für den starken Schluss-Fight.  Und im nächsten Jahr greifen wir dann sicherlich nach dem Titel. 

Bildergallerie

Dokumente: